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Filmbildung in der digitalen Welt – Qualifizierung zur Filmlehrerin/ zum Filmlehrer 🎬

Die Qua­li­fi­zie­rung FiDi „Film­bil­dung in der digi­ta­len Welt“ (ehe­mals „Taschen­geld­ki­no“) wen­det sich an Leh­re­rin­nen und Leh­rer aller Schul­for­men und Schul­stu­fen, die Inter­es­se an der prak­ti­schen Film­ar­beit haben und an der Umset­zung der damit ver­bun­de­nen krea­ti­ven Pro­zes­se in schu­li­scher Praxis.

In einem Zeit­raum von ca. einem Jahr wer­den die Lehr­kräf­te zur „Film­leh­re­rin“ bzw. zum „Film­leh­rer“ weiterqualifiziert.

Das Ziel von Film­leh­re­rIn­nen in Nie­der­sach­sen ist es, die in den Kern­cur­ri­cu­la vor­ge­schrie­be­nen Bestand­tei­le zur „Film­bil­dung im Unter­richt“ an nie­der­säch­si­schen Schu­len aktiv zu unter­stüt­zen. Film­leh­re­rIn­nen ste­hen in ihren Schu­len als Mul­ti­pli­ka­to­rIn­nen, Ansprech­part­ne­rIn­nen und Qua­li­fi­zie­re­rIn­nen zur Verfügung.

Im Sep­tem­ber 2022 star­tet der neun­te Lehr­gang „Film­bil­dung in der digi­ta­len Welt“ – Eine berufs­be­glei­ten­de Qua­li­fi­zie­rung zur Film­leh­re­rin / zum Film­leh­rer in acht Arbeits­pha­sen mit abschlie­ßen­der Zer­ti­fi­kats­ver­ga­be. Die Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­me fin­det in Koope­ra­ti­on mit der Bun­des­aka­de­mie für Kul­tu­rel­le Bil­dung, Wol­fen­büt­tel statt.

Lauf­zeit: Sep­tem­ber 2022 bis Novem­ber 2023.

Anmel­dung unter Film­bil­dung in der digi­ta­len Welt | Bun­des­aka­de­mie für Kul­tu­rel­le Bildung

Der Bewer­bungs­schluss ist der 15.Mai 2022.

Das voll­stän­di­ge Pro­gramm und alle Infor­ma­tio­nen im Detail erhal­ten Sie mit dem ange­häng­ten Programmheft: 

Was erwartet mich?

Die Fort­bil­dung teilt sich in acht Arbeitsphasen:

  1. Erzäh­len in beweg­ten Bildern
  2. Wie Ohren sehen ­ / Sound- und Filmmusik
  3. Dreh­buch ­ / Dra­ma­tur­gie ­ / Storytelling
  4. Der Doku­men­tar­film
  5. Der Kurz­spiel­film ­ – Bild­ge­stal­tung mit der Kamera
  6. Die Mon­ta­ge beweg­ter Bilder
  7. Der Trick­film – Ani­ma­ti­on und Bewegung
  8. Kol­lo­qui­um und Zer­ti­fi­kats­ver­ga­be inner­halb des Inter­na­tio­na­len Film­fes­ti­vals up-and-com­ing in Hannover

Klimastreit – Ein fächerübergreifendes, inklusives Film-Projekt in der Förderschule KME

Am Anfang stand der Siegeswille

„Wir gewin­nen das!“ war sich Max sicher, als ich der Klas­se im August unser neu­es Pro­jekt „Wir dre­hen einen Musik­film für den inklu­si­ven Film-Wett­be­werb ganz-schön-anders“ vor­stell­te. Auch mit dem Mot­to „Wil­de Zei­ten“ konn­ten die acht Schüler:innen der sieb­ten Klas­se der Hein­rich-Böll-Schu­le viel anfan­gen, wie sich in einem ers­ten Brain­stor­ming zeigte.

Schnell war klar, dass es ein Musik­film zum The­ma Kli­ma­wan­del wer­den soll­te. Was folg­te waren 6 Mona­te, in denen die Klas­se sich in nahe­zu allen Fächern inhalt­lich mit dem Pro­jekt auseinandersetzte.

Projektorientiertes, fächerübergreifendes Arbeiten

Wäh­rend die Ler­nen­den in Erd­kun­de inten­siv die Ursa­chen und Fol­gen des Kli­ma­wan­dels erör­ter­ten, fos­si­le und rege­ne­ra­ti­ve Ener­gien unter­schei­den lern­ten sowie Glet­scher im Modell vor der Schmel­ze schütz­ten, wur­den im Deutsch­un­ter­richt münd­lich wie schrift­lich die Argu­men­te der Kli­ma­wan­del-Leug­ner und Kli­ma­schüt­zer aus­ge­tauscht. Die rhyth­mi­sche Sport­gym­nas­tik zu den im Musik­un­ter­richt pro­du­zier­ten Beats berei­te­te den Schüler:innen beson­de­ren Spaß. Im Phy­sik­un­ter­richt lern­te die Klas­se han­delnd die Funk­ti­ons­wei­se einer Solar­zel­le im Strom­kreis ken­nen und steu­er­te einen Fahr­stuhl rauf und run­ter. Um den Fahr­stuhl soll­te sich schließ­lich die gesam­te Geschich­te dre­hen: Ein Band-Batt­le, der sich an einem spre­chen­den Fahr­stuhl ent­zün­det und des­sen kli­ma­freund­li­che Lösung spä­ter auf das Haus­dach geschraubt wird. Doch bis zur Fer­tig­stel­lung des Fil­mes waren noch vie­le wei­te­re Stun­den not­wen­dig, in denen Rap Tex­te ver­fasst und ein­ge­übt wur­den, Film­hin­ter­grün­de gemalt und Sto­ry­boards zusam­men­ge­stellt wurden.

Zusammenarbeit über schulische Grenzen hinaus

Musi­ka­li­sche Unter­stüt­zung erhiel­ten die Schüler:innen der För­der­schu­le durch Schü­ler des zwölf­ten Jahr­gan­ges des Hain­berg-Gym­na­si­ums, Göt­tin­gen. Gemein­sam wur­den so die pas­sen­den Beats pro­du­ziert, das takt­si­che­re Rap­pen geübt und die Lines unter pro­fes­sio­nel­len Bedin­gun­gen im Kreis­me­di­en­zen­trum des Land­krei­ses auf­ge­nom­men. Auch für die vier­tä­gi­gen Film-Auf­nah­men durf­te die Klas­se das Green­screen-Stu­dio des Medi­en­zen­trums nutzen. 

Das sehens­wer­te Pro­dukt der Arbeit fin­det sich unter https://youtu.be/WnphUCo9sD0

Für den Publi­kums­preis kann dort schon jetzt abge­stimmt wer­den. Viel­leicht gewinnt die enga­gier­te Grup­pe ja sogar den Haupt­preis, eine Rei­se nach Ber­lin mit der gan­zen Klas­se. Damit wür­de sich sicher nicht nur der Traum von Max erfüllen.

Neues historisch-kritisches Filmbildungspaket…

Screen­shot des Materialpakets

…her­un­ter­lad­bar und zur Wei­ter­ga­be bis in die Hän­de der Schüler:innen aus „Mer­lin“ auf dem Nie­der­säch­si­schen Bil­dungs­ser­ver (Nibis)!

Der Film „Nebel im August“ erzählt die letz­ten Mona­te im Leben des 14-jäh­ri­gen Ernst Los­sa. Er wur­de 1944 in einer „Heil­an­stalt“ ermor­det – als eines der über 200.000 Opfer natio­nal­so­zia­lis­ti­scher „Eutha­na­sie­pro­gram­me“.

Grund­la­ge die­ses his­to­ri­schen Spiel­films ist der gleich­na­mi­ge Jugend­ro­man von Robert Domes, in dem die gan­ze Lebens­ge­schich­te die­ses Rebel­len, des Außen­sei­ters Ernst, erzählt wird. Er hät­te „unser Leben rei­cher, bun­ter und mensch­li­cher“ (R. Domes) machen kön­nen, wenn die Nazis ihn gelas­sen hätten.

Das vor­lie­gen­de Film­bil­dungs­pa­ket befin­det sich noch in der Bear­bei­tung und wird lau­fend ergänzt.

Zugangs­da­ten für „Mer­lin“, falls nicht schon vor­han­den, erhal­ten Lehr­kräf­te über ihre Schulleitung! 

Inklusiver Kurzfilmwettbewerb „Wilde Zeiten“

Kli­ma­kri­se und Coro­na. Ras­sis­mus, Fake News und dann auch noch außer­ir­di­sche Flug­ob­jek­te. Wir leben in ganz schön wil­den Zei­ten. Aber: Was fin­dest Du beson­ders wild? Was regt Dich auf? Und vor allem: Was müss­te sich ändern? Wel­che wil­den Geschich­ten willst Du erzäh­len? Ani­ma­ti­on, Musik­vi­deo, Doku, Spiel­film oder Kli­mathril­ler – alles ist möglich.

Hier könnt ihr mit­ma­chen! Wett­be­werb – Ganz schön anders

Fil­me dre­hen ‚die spä­ter auf You­Tube, im Kino und im Regio­nal-TV lau­fen. Wir zei­gen Euch wie so etwas geht. Pro­fis hel­fen Euch dabei, ein tol­les Dreh­buch zu schrei­ben, mit Smart­pho­ne, Tablet oder Digi­tal-Kame­ra einen packen­den Film zu dre­hen und zu schneiden.

Kos­ten­lo­ses (Online-) Film­coa­ching: Wir bie­ten kos­ten­lo­se (Online-) Dreh­buch- und Film­work­shops für alle 7. bis 10. Klas­sen aus För­der- und Regel­schu­len in Nie­der­sach­sen sowie unab­hän­gi­ge Film­teams an. Außer­dem gibt es Work­shops für betei­lig­te Pädagog*innen.

Bewer­bung (Online-)Workshops: Filmteams/ Klas­sen kön­nen sich mit maxi­mal fünf Ideen für die kos­ten­lo­sen und bar­rie­re­frei­en Work­shops bewer­ben. Ein­sen­de­schluss: 15. Okto­ber 2021!

Ber­lin-Rei­se gewin­nen: Haupt­ge­winn: Rei­se nach Ber­lin und Besuch des Film­parks Babels­berg sowie Nomi­nie­rung für die Nie­der­sach­sen Film­klap­pe. Film­län­ge: maxi­mal 5 Minu­ten. Film ein­rei­chen: 15. Febru­ar 2022.

Mehr Infos zu den Work­shops und dem Ideen-Wettbewerb.

Die 14. Niedersachsen Filmklappe

Schüler:innen aus dem Land­kreis Göt­tin­gen kön­nen ab die­sem Jahr wie­der an der Film­klap­pe teilnehmen!

Als Land­kreis ohne regio­na­le Film­klap­pe müsst ihr eure Fil­me über das Web­por­tal der Niedersachsen-Filmklappe.de anmel­den.
 

Dort wird dann über die Chan­ce der Direkt­ein­rei­chung für eine Nomi­nie­rung entschieden.

WICHTIG: Euer Film darf ohne Abspann nicht län­ger als 12 Minu­ten sein!

EINSENDESCHLUSS: 31. Janu­ar 2022

Aktu­el­ler Hin­weis: Das Web­por­tal steht erst mit Beginn der Som­mer­fe­ri­en zur Verfügung!

Pla­ka­te und Fly­er wer­den noch vor den Som­mer­fe­ri­en an die Schu­len verteilt.